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Die KG Görlitz-Zittau bleibt die Nummer eins in der Lausitz

Die ausverkaufte Flora erlebet am Sonnabend ein äußerst spannendes Kreisderby der Extraklasse. Mit allen Leistungsträgern bestückt setzte sich der Gastgeber der KG Görlitz-Zittau knapp mit 686,2:662,2 Punkten gegen die SGF Eibau am Ende durch. Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts. In der ersten Gruppe des Reißens wechselte von Versuch zu Versuch die Führung. Sandra Martin eröffnete den Reigen und meisterte 53 kg im zweiten Versuch. Für eine hohe Punktzahl sorgte erneut die WM-Teilnehmerin Julia Rohde. Die von ihr zur Hochstrecke gebrachten 82 kg bedeuteten 63,5 Punkte. Ihr Mannschaftskollege Philipp Buschek startete mit 107 kg ebenfalls gut in das Kreisderby, aber im zweiten Anlauf ließ er die 112 kg unbewältigt zu Boden fallen. Im letzten Anlauf bündelte er noch einmal all seine Kräfte und ohne Probleme brachte er die 122 kg nun in die Wertung. Nach der ersten Gruppe im Reißen stand mit 129,2 zu 128,0 Punkten eine minimale Gastgeber-Führung auf der Anzeigetafel. Mit Beginn der zweiten Gruppe begann auch das große rechnen hinter den Kulissen. Auch bei den verbleibenden sechs Hebern wechselte ständig die Führung. Erst mit dem vorletzten Reißversuch von Marius Rytkowski an 149 kg stellte die KG Görlitz-Zittau die Weichen auf den Sieg im Reißen. Mathias Baier baute im letzten Anlauf noch einmal die Führung aus und verschaffte seinem Team somit ein kleines Punktepolster von acht Zählern. In der Pause zwischen Reißen und Stoßen verzückten die Tänzer der „J-Rockers“ aus Zittau das Publikum. Voller Spannung und Dramatik ging es weiter im Stoßen. Leider konnten alle Heber der Kampfgemeinschaft nicht ihre dritten Versuch in der Wertung bringen, aber die Gäste aus Eibau schlugen kein Kapital daraus. Julia Rohde war mit 148 Punkten beste Heberin des Tages, aber war dennoch nicht ganz hundertprozentig zufrieden mit ihrer Leistung. „Das war mein letzter großer Test vor der Weltmeisterschaft in zwei Wochen in Paris, da wollte ich eigentlich schon sechs gültige Versuche absolvieren. Aber dennoch blicke ich natürlich optimistisch in Richtung WM, denn das ist zweifelsohne der wichtigste Wettkampf in diesem Jahr. Nach einem letzten Feinschliff ab Montag im Trainingslager möchte ich mit Anett Goppold (Eibau) in Paris um einen zusätzlichen Startplatz für die Olympischen Spiele in London kämpfen.“, so die junge Görlitzer Powerfrau. Nach den jeweils ersten Stoßversuchen der zweiten Gruppe war den Görlitzern der Sieg nicht mehr zu nehmen. Mit über zwanzig Punkten führte das Team von Jörg Scholze, aber er rechnete fleißig weiter und wollte mit seinen Jungs und Mädels noch die 700 Punkte knacken. Das Ziel war gesteckt, aber nachdem Neuverpflichtung Björn Hertrampf im letzten Anlauf an 163 kg scheiterte und Mariusz Rytkowski auf den letzten Versuch verzichtete, konnte uach Mathias Baier mit den aufgelegten 190 kg die 700 Punkte nicht erreichen. Nach einem kräftezerrenden Umsatz fehlten Mathias dann die Reserven um die Last in die Höhe zu wuchten. Für einen starken Auftritt sorgte der Pole Marcin Gabrys (93,3 kg), der außerhalb der Konkurrenz an den Start ging. Mit 155 kg im Reißen und 190 kg im Stoßen empfahl er sich eindrucksvoll für das Team und wenn alles glatt läuft kann er bereits ab Januar 2012 das Trikot der Kampfgemeinschaft überstreifen. Mit zwei gewonnen Kämpfen führen somit die Görlitzer die Tabelle der 2. Bundesliga-Ost an. Ergebnisse: Sandra Martin (49,8) 53/68/121/89,0 Pkt. Julia Rohde (53,5) 82/103/185/148,0 Pkt. Philipp Buschek (83,3) 112/130/242/75,4 Pkt. Björn Hertrampf (86,0) 122/160/282/110,0 Pkt. Mariusz Rytkowski (89,1) 149/170/319/140,8 Pkt. Mathias Baier (106,3) 150/180/330/123,0 Pkt. Tabelle: Verein Max. Punkte 1. KG Görlitz-Zittau 686.2 6 : 0 2. AC Suhl 628.6 2 : 1 3. SG Fortschritt Eibau 662.2 1 : 5 4. AC Atlas Plauen 0.0 0 : 0 5. AC Meißen 500.2 0 : 3

Kampfgemeinschaft stemmt sich mit einem Sieg an die Tabellenspitze

Gleich zu Beginn der neuen Gewichthebersaison entführten die Neißestädter alle drei Punkte aus der Domstadt Meißen. Mit 652,2 zu 500,2 Punkten ließen die Hantelasse von Mandau und Neiße dem Gastgeber in der gut besuchten Wettkampfhalle keine Spur einer Chance. Fast in Bestbesetzung schickte Teamchef Jörg Scholze seinen Sechser in die neue Saison der 2. Bundesliga-Ost. Bereits in der vergangenen Saison, da noch in der 1. Bundesliga, trafen beide Teams aufeinander und gewannen jeweils ihre Heimkämpfe. Für den beruflich verhinderten Stammheber Philipp Buschek schnürte am Sonnabend der fast 50-jährige Holger Worm seine Heberstiefel und präsentierte sich mit 235 Kilo im Zweikampf (74,4 Pkt.) in sehr guter Verfassung. Gespannt waren nicht nur die zahlreichen Zuschauer in Meißen auf den Auftritt von Julia Rohde. Die Dritte der diesjährigen Europameisterschaft bewältigte unter den Augen des Frauen-Bundestrainers Thomas Faselt einen fast perfekten Wettkampf. Mit nur zwei Kilo unter ihrer EM-Leistung zeigte sich die Ausnahmeathletin mit 185 Kilo schon in WM-Form. Motiviert von der Leistung von Julia steigerten sich auch ihre Teamkollegen prima in den Wettkampf. Mit fünf gültigen Versuchen konnte auch Sandra Martin mit 120 Kilo ihre Trainingsleistungen auf der Bühne voll entfalten. Gleich doppelt Grund zur Freude hatte die Neuverpflichtung im Dress der Kampfgemeinschaft Björn Hertrampf. Nicht nur der gelungene Einstand mit 102,2 Punkten gab Grund zur Freude, auch sein 29.Geburtstag feierte der Ex-Riesaer mit einem Fäßchen Görlitzer Gerstensaft. Neben Julia Rohde war erneut Mariusz Rytkowski eine Garant für hohe Punktzahlen. Leider zog sich der polnische Gaststarter im Reißen eine leichte Zerrung zu und musste im weiteren Verlauf mit angezogener Handbremse seinen Wettkampf absolvieren. Aber mit 308 Kilo und 129,6 Punkten war Mariusz hinter Julia zweitbester Heber im Team. Nach einer wechselvollen Saison 2010/2011 bot Mathias Baier in Meißen einen erstklassigen Wettkampf. Nur die 145 Kilo im dritten Versuch des Reißens, nach gelungenen 140 Kilo, waren in der Domstadt zu viel. Im Stoßen bewältigte Mathias die Tageshöchstlast von 177 Kilo und deute dabei noch einige Reserven an. Am Ende standen sehr gute 110 Punkte im Wettkampfprotokoll für den Bombardier-Angestellten. Mit knapp 70-Punkten-Vorsprung übernahmen die Gäste bereits nach dem Reißen die Führung und ließen auch im Stoßen dem Gastgeber keine Chance. So fuhren die Neißestädter gleich zum Auftakt der neuen saison drei Punkte ein und übernahmen auch Dank mit der besten Mannschaftpunktleistung vor dem AC Suhl die Führung in der Tabelle. Am 22. Oktober erwartet die Kampfgemeinschaft dann nicht nur viele Zuschauer in der Flora, sondern auch die Erzrivalen aus Eibau, die leider knapp im ersten Wettkampf eine Niederlage einstecken mussten. Ergebnisse: Sandra Martin (49,5) 51/69/120/88,0 Julia Rohde (54,0) 82/103/185/148,0 Holger Worm (80,3) 105/130/235/74,4 Björn Hertrampf (85,4) 115/158/273/102,2 Mariusz Rytkowski (89,2) 143/165/308/129,6 Mathias Baier (106,5) 140/177/317/110,0 Tabelle: 1. KG Görlitz-Zittau 3:0 652,2 2. AC Suhl 2:1 628,6 3. AC Atlas Plauen 0:0 4. SGF Eibau 1:2 613,2 5. AC Meißen 0:3 500,2

Am Wochenende startet die Bundesliga im Gewichtheben in ihre neue Saison.

Nach einer Neustrukturierung der 1. und 2. Bundesligen wird die Kampfgemeinschaft Görlitz-Zittau in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga Ost antreten. Die Gegner werden erneut die Erzrivalen aus Eibau, der thüringische Sechser aus Suhl, sowie Meißen und Plauen sein. Den Auftakt bestreiten die Neißestädter am Sonnabend (18 Uhr) in der Domstadt Meißen. Nach dem Wechsel von Christoph Pichler zu seinem Heimatverein aus Chemnitz konnte sich die Kampfgemeinschaft in den letzten Wochen noch verstärken. Vom Riesaer AC wird bereits am Wochenende Björn Hertrampf das Trikot der Kampfgemeinschaft überstreifen. Nach seinem einjährigem Gastspiel in Eibau wird auch wieder Marcel Müller im Aufgebot der Neißestädter stehen. Zur Zeit laboriert Marcel aber noch eine Verletzung aus. Stütze des Teams ist nach wie vor die U23-Europameisterin Julia Rohde, die sich aber zielgerichtet auf die Weltmeisterschaft in Paris und die Olympischen Spiele in London vorbereitet. Zum ersten Kampf in der Saison kann Teamchef Jörg Scholze einen starken Sechser präsentieren. Den beruflich verhinderten Philipp Buschek wird Routinier Holger Worm ersetzen. Mathias Baier, Mariusz Rytkowski und Sandra Martin komplettieren die Mannschaft und wollen am Sonnabend den ersten Saisonsieg einfahren. Angestrebt ist ein vorderer Tabellenplatz vorausgesetzt die Mannschaft kommt verletzungsfrei über die Saison.

Die Sportstadt Riesa war am Sonnabend Austragungsort der Ostdeutschen Mehrkampfmeisterschaften für die Gewichtheber der Jahrgänge 1995-2000.

Insgesamt 130 Athleten aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Berlin und Sachsen stellten sich dem Kampfgericht im Reißen und Stoßen, sowie athletischem Dreikampf. Für den NSAC Görlitz gingen dabei fünf junge Stemmer an den Start. Einen weiteren Pokal in seiner Sammlung konnte Leon Rohde (2000) im Empfang nehmen. Der kleine Bruder von Julia Rohde verbesserte im Reißen seinen Bestwert auf 22 Kilo und brachte im Stoßen mit 26 Kilo erstmals sein eigenes Körpergewicht (25,5 kg) zur Hochstrecke. Mit dieser tollen Leistung ging Leon bereits nach dem Gewichtheben in Führung und verteidigte diese auch in der Athletik. Mit 499,3 Punkten siegte Leon vor dem Meißner Nico Böhme und freute sich riesig über die Goldmedaille und den Siegerpokal. Denkbar knapp den Sieg bei den Ostdeutschen Meisterschaften verpasste Maria-Luise Weisbach im Jahrgang 2000 bei den Mädchen. Nach der Athletik lag die junge Görlitzerin noch 18 Punkte hinter der Eibauerin Nancy Ludwig. Im Gewichtheben wollte Maria-Luise den Spieß aber umdrehen und den Rückstand aufholen. Im Aufwärmraum lief es noch alles nach Fahrplan für die Neißestädterin. Im zweiten Versuch des Reißens plagten sie aber Krämpfe in der Wade und Maria-Luise konnte zweimal die 34 Kilo nicht zur Hochstrecke bringen. Zwar holte sie einige Punkte auf, aber auch die Bestleistung von 40 Kilo im Stoßen brachten sie leider nicht auf die Siegerstraße. Mit nur einem einzigen Punkt Rückstand war die Freude bei Maria-Luise über die Silbermedaille etwas getrübt. Ihre Schwester Anna-Maria (1999) war die beste Technikerin in ihrem Jahrgang, aber verlor wertvolle Plätze in der Athletik und kam am Ende auf dem vierten Platz ein. Mit gleich drei neuen Bestleistungen überzeugte auch Benno-Hagen Grothe (1998 schwer) bei diesem Wettkampf. In einer stark besetzten Gruppe belegte der Sohn von NFV-Vorstandsvorsitzendem Hagen Grothe den sechsten Platz und überbot mit 199,8 Punkten die Norm (190 Pkt.) für die Deutsche C-Jugendmeisterschaft in Obrigheim. Mit dem elften Platz beendet Christoph Kubelka (1997) den Wettkampf und bereitet sich jetzt zielstrebig auf die Landesjugendspiele in Chemnitz vor, um dort noch eventuell die Norm zur Deutschen Meisterschaft der C-Jugend zu knacken. Ohne dem erkrankten Richard Schubert kämpften alle fünf NSAC-Starter bravorös und wurden mit dem elften Platz in der Mannschaftswertung belohnt.

NSAC-Heber schrauben reihenweise ihre Bestleistungen im Reißen und Stoßen nach oben

6. Little-Open 2011 Am Freitagnachmittag trafen sich in der Görlitzer Flora 35 junge Stemmer um die besten Heber in der E- und D-Jugend zu küren. Neben dem klassischen Reißen und Stoßen absolvierten die Jüngsten auch drei athletische Disziplinen (Schlussdreisprung, Seilspringen, Bankdrücken). Nach den guten Erfolgen im sächsischen Schülerpokal haben sich die Nachwuchsheber auch für diesen Wettbewerb Siegchancen ausgerechnet. In der Wertung der E-Jugend männlich (2001/2002) erkämpfte sich Martin Schlemmer den 7. Platz mit der neuen Bestleistung von 17 Kilo im Reißen. Sein Zwillingsbruder Paul egalisierte seinen Bestwert mit 18 Kilo und landete in der Endabrechnung auf Platz neun. Der dritte Starter im Bunde Justin Ullrich haderte etwas mit seiner Technik im Reißen und kam über 13 Kilo nicht hinaus und belegte den zwölften Platz. Spannend bis zum letzten Versuch im Bankdrücken ging es in den Entscheidung der D-Jugend männlich und weiblich (1999/2000) zu. Nach den Einstellungen seiner Bestwerte im Reißen und Stoßen verteidigte Leon Rohde auch nach dem Seilspringen und Schlussdreisprung seine Führung. Im entscheidendem Bankdrücken brachte Leon die Last von 13 Kilo 69 mal zur Hochstrecke und gewann mit über 100-Punkten-Vorsprung die Konkurrenz. Punktgleich auf Platz zwei kamen Hagen Janta (Meißen) und Elias Beecken (Riesa) ein. Die Geschwister Anna-Maria und Maria-Luise Weisbach starteten in der Wertung der D-Jugend weiblich. Anna-Maria setzte sich nach einem tollen Wettkampf im Gewichtheben mit acht Punkten Vorsprung ab und verwies ihre Schwester auf den zweiten Platz. Dritte nach dem Reißen und Stoßen wurde Pauline Walzak aus Eibau. In der Athletik wurde nun von den drei Mädchen um jeden Zentimeter und Punkt verbissen gekämpft. Am Ende durfte Maria-Luise auf des oberste Treppchen des Podestes klettern vor der Eibauerin Pauline Walzack. Mit einem denkbar knappen Vorsprung von 0,7 Punkten wurde Anna-Maria Weisbach mit dem dritten Platz für ihren gelungenen Wettkampf belohnt. XX. NS-Open 2011 Der Sonnabend stand im Mittelpunkt der 20. Auflage der NS-open im Gewichtheben. 35 Starter aus Sachsen und Polen nahmen den Kampf um die begehrten Pokale auf. Erstmals durften die Athleten auch mehr als drei Versuche in den Teildisziplinen absolvieren und dies wurde von fast allen Athleten genutzt um die eigenen Bestwerte nach oben zu schrauben. Ohne Görlitzer Beteiligung sicherte sich Mara Leucht (Rodewisch) den Sieg bei den Mädchen. In der Entscheidung der C-Jugend (1997/1998) verbesserte Richard Schubert seine persönlichen Bestleistungen gleich um elf Kilo und wurde Fünfter. Christoph Kubelka war am Sonnabend in bestechender Form und riss 46 Kilo in die Höhe. Auch im Stoßen zeigte er keine Schwäche und meisterte 54 Kilo. Mit genau 100 Kilo im Zweikampf erkämpfte sich Christoph den siebenten Platz punktgleich mit seinem Vereinskameraden Benno-Hagen Grothe, der 93 Kilo in die Wertung brachte. In der A-Jugend (1994/1993) steckten alle Hoffnungen in Marcel Müller. Im Reißen lief es bestens für den Bundesligaheber und er brachte mit 106 Kilo einen neuen Bestwert in die Wertung. Aber im letzten Reißversuch zerrte sich Marcel einen Muskel im Oberschenkel und konnte im Stoßen nur einen Versuch mit 104 Kilo in die Wertung bringen. Damit verpasste Marcel leider den Sprung auf das Siegerpodest und belegte den vierten Platz. Steven Rohde erwischte im Reißen einen rabenschwarzen Tag und kam über seinen Anfangslast von 68 Kilo nicht hinaus. Im Stoßen drehte er dann auf und meisterte 87 Kilo, was am Ende den sechsten Platz bedeutete. Dominik Scholz als dritter NSAC-Heber in der A-Jugend verbesserte seine Bestwerte gleich um acht Kilo und landete auf Platz acht. Nach einem langen und spannendem Wettkampftag hat der NSAC noch eine kaputte Heberbühne zu beklagen, da ein Sportler die 125 Kilo nicht unter Kontrolle bekam und die über zwei Zentner außerhalb der vier mal vier Meter Plattform fallen ließ. In gut vier Wochen starten die Nachwuchsstemmer aus Görlitz dann bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Riesa und wollen ihre tollen Leistungen auch in der Sportstadt erneut unter Beweis stellen. Platzierungen der NSAC-Heber: E-Jugend mnl.: 7. Martin Schlemmer, 9. Paul Schlemmer, 12. Justin Ullrich D-Jugend mnl.: 1. Leon Rohde D-Jugend wbl.: 1. Maria-Luise Weisbach, 3. Anna-Maria Weisbach C-Jugend mnl.: 5. Richard Schubert, 7. Christoph Kubelka, 7. Benno-Hagen Grothe A-Jugend mnl.: 4. Marcel Müller, 6. Steven Rohde, 8. Dominik Scholz

Julia Rohde gewinnt bei der Frauen-EM zweimal Bronze

Die U23-Europameisterin, Julia Rohde aus Görlitz, sicherte sich nach einem spannenden Wettkampf im russischen Kazan mit 83 Kilo im Reißen und 187 Kilo im Zweikampf zweimal die Bronzemedaillen. Im Stoßen kam Julia mit 104 Kilo auf dem vierten Platz ein. Schon zwei Stunden vor dem eigentlichen Wettkampf holte sich Julia einen kleinen Vorteil heraus. Beim Wiegen aller Teilnehmer der A-Gruppe war die Görlitzerin mit 52,35 Kilo die leichteste Heberin. Das bedeutet wenn zwei oder mehr Athleten dieselbe Hantellast bewältigen, so ist diejenige die Bessere, die das leichteste Körpergewicht besitzt. Das wussten natürlich auch die Trainer und Betreuer des Bundesverbandes und so begann der Wettkampf mit einem muntereren taktieren. Julia startete mit 80 Kilo und meisterte diese auch auf Anhieb. Zu diesem Zeitpunkt hatten schon vier der acht Heberinnen den Wettkampf beendet. Nach den gelungenen 82 Kilo im zweiten Versuch schielte dann auch Bundestrainer Thomas Faselt auf einen Medaillenrang. Die Ukrainerin Mariya Vidlyvana war Julia ärgste Kontrahentin, aber sie war mit 52,63 Kilo auch ganze 280 Gramm schwerer als Julia. Nach einem dreiwöchigen grippalen Infekt ging die Neißestädterin leider schon etwas geschwächt in den Wettkampf. Und so entschieden sich die Trainer auch kein Risiko weiter einzugehen und schickten Julia im letzten Anlauf an 83 Kilo. Mit einem enormen Kampfgeist, der die letzten Kraftreserven von Julia forderte, brachte sie die 83 Kilo unter Kontrolle und musste nun zuschauen was die Ukrainerin im letzten Versuch verlangt. Aber die Ukrainerin begnügte sich ebenfalls mit 83 Kilo im dritten Versuch und somit brach im Aufwärmbereich im deutschen Lager Jubel aus. Denn auf Grund des leichteren Körpergewichtes gab es Bronze für Julia. Den Europameistertitel holte sich die türkische Titelverteidigerin Aylin Dasdelen (90 kg) vor der Armenierin Elen Grigoryan (85 kg). Ähnlich spannend sollte es im Stoßen weitergehen. Diesmal war die Ukrainerin schon frühzeitig mit 95 Kilo aus dem Rennen, dafür wollte die Türkin Aysegul Coban eine Medaille mit nach Hause nehmen. Julia startete mit 102 Kilo ins Stoßen und die junge Türkin konterte sofort mit 103 Kilo. Im zweiten Anlauf drehte die 21-jährige Görlitzerin den Spieß wieder um und ging mit 104 Kilo in Führung. Aber bereits einen Versuch später war erneut Aysegul Cobon im Vorteil, da sie 105 Kilo zur Hochstrecke brachte. Da gab es nur eins für Julia, erneut die Türkin angreifen. Und da Julia, die leichteste Heberin war, genügten dazu ebenfalls 105 Kilo. Mit aller Kraft setzte Julia die Last zwar noch um, aber im anschließenden Ausstoß fehlten die notwendigen Körner, um die Last zu bewältigen. Da die Favoriten Aylin Dasdelen (112 kg) und Elen Grigoryan (110 kg) ihrer Rolle voll gerecht wurden, erkämpfte sich die Türkin Coban (105 kg) die Bronzemedaille im Stoßen vor Julia (104 kg), aber im Zweikampf hatte Julia das bessere Ende für sich und durfte aus den Händen des BVDG-Präsidenten die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Nach dem siebenten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und dem dreifach Erfolg bei den U23-Europameisterschaften 2010 waren diese beiden Bronzemedaillen ein weitere Schritt für Julia in Richtung London 2012. Jetzt bereit sich die Nationalmannschaft zielstrebig auf die Weltmeisterschaften in Paris vor, wo Anfang November die Startplätze für die Olympischen Spiele 2012 in London vergeben werden. Porträt Julia Rohde: Geboren: 13.5.1989 Wohnort: Görlitz Trainingsort: Leimen Verein: NSAC Görlitz Trainer: Thomas Faselt Gewichtsklasse: -53 kg Bestleistungen: Reissen: 85 kg • Stossen: 108 kg • Zweikampf: 193 kg Erfolge: Jugendeuropameisterschaft 2003 (6. Platz Reißen - 6. Platz Stoßen - 6. Platz Zweikampf) Jugendeuropameisterschaft 2004 (3. Platz Reißen - 3. Platz Stoßen - 3. Platz Zweikampf) Jugendeuropameisterschaft 2005 (4. Platz Reißen - 4. Platz Stoßen - 4. Platz Zweikampf) Junioren-Europameisterschaft 2005 (7. Platz Reißen - 8. Platz Stoßen - 8. Platz Zweikampf) Europameisterschaft 2008 (4. Platz Reißen - 2. Platz Stoßen - 3. Platz Zweikampf) Olympische Spiele 2008 (7. Platz Zweikampf) Europameisterschaft U23 2009 (3. Platz Reißen - Europameisterin Stoßen - Vize-Europameisterin Zweikampf) Weltmeisterschaft 2010 (9. Platz Reißen - 9. Platz Stoßen - 10. Platz Zweikampf) Europameisterschaft U23 2010 (Europameisterin Reißen - Europameisterin Stoßen - Europameisterin Zweikampf) Europameisterschaft 2011 (3. Platz Reißen – 4. Platz Stoßen – 3. Platz Zweikampf)

Die KG Görlitz-Zittau verabschiedet sich aus der 1. Bundesliga mit einem Sieg

Im letzten Kampftag der 1. Bundesliga im Gewichtheben war in der Görlitzer Flora das Team vom AC Meißen zu Gast. Nach der bitteren Niederlage im Hinkampf wollte sich die Kampfgemeinschaft vor heimischer Kulisse revanchieren. Das gelang auch mit 647,1 zu 575,6 Punkten für die Görlitzer. Erneut stand leider der verletzte Mathias Baier dem Teamchef nicht zur Verfügung. Da sich Julia Rohde gerade auf dem Weg zur Europameisterschaft in Kasan (Rußland) befindet, erhielt sie eine Gutschrift in Höhe von 144,3 Punkten. Konzentriert gingen alle Heber in diesen letzten Kampf der saison. Sandra Martin und Holger Worm meisterten jeweils ihre ersten Versuche. Aber leider war dann bei Sandra leider schon Endstation, denn die junge Chemnitzerin scheiterte zweimal an 51 Kilo. Für Senioer Holger Worm lief es ein wenig besser und er gestaltete auch seinen zweiten Versuch an 105 Kilo gültig, musste aber im letzten Anlauf die 110 Kilo unbewältigt zu Boden fallen lassen. Viel vorgenommen hatte sich Christoph Pichler für diesen Nachmittag. Er wollte unbedingt seine Bestleistungen nach oben schrauben. Dies gelang ihm auch in eindrucksvoller Manier. Nach gelungenen 93 Kilo und 97 Kilo steigerte er im letzten Reißversuch auf glatte zwei Zentner. Mit einer tollen Technik und viel Kampfgeist bezwang Christoph diese magische Last von 100 Kilo. Einige Wackler und Unkonzentriertheiten schlichen sich bei Philipp Buschek in den Bewegungsablauf ein. So konnte der Zittauer nur den zweiten Versuch mit 108 Kilo in die Wertung bringen. Ohne Fehler im Reißen blieb Mariusz Rytkowski, der alle Versuche ohne Probleme meisterte. So erkämpfte sich die Kampfgemeinschaft eine Führung mit 46 Punkten nach dem reißen, aber Teamchef Jörg Scholze wusste auch über die Stärken der Meißner im Stoßen Bescheid. Die Gäste mobilisierten ihre letzten Kraftreserven und verkürzten Punkt um Punkt im Stoßen den Rückstand. Aber die Görlitzer stemmten sich mit aller Macht gegen den möglichen Punktverlust. Erneut war es Christoph Pichler der mit seiner Bestleistung von 122 Kilo über sich hinaus wuchs. Das motivierte auch die anderen Heber und so hielt die Kampfgemeinschaft die Gäste auf Distanz. Nach den zweiten versuchen im Stoßen war dann alles klar, denn die Domstädter lagen mit über 20 Punkten im Rückstand. So konnte sich Marius Rytkowski auch leisten, den letzten Versuch auszulassen, nach dem er die 175 Kilo gültig in die Wertung brachte. Nach gut zwei Stunden Wettkampfzeit war für die Kampfgemeinschaft der zweite Saisonsieg sicher. Mit fast 70 Punkten Vorsprung revanchierten sich die Neißestädter für die Niederlage im Hinkampf. Außer Konkurrenz startete Marcel Müller. Der Görlitzer wurde ja zu Saisonbeginn an die Eibauer Stemmer ausgeliehen. Marcel nutzte seinen Heimvorteil und stellte mit 104 Kilo im Reißen und 120 Kilo im Stoßen neue persönliche Bestleistungen auf. Die Kampfgemeinschaft beendet nach diesem Sieg ihr Gastspiel in der 1. Bundesliga mit dem vierten Tabellenplatz. Da zur Zeit die Gewichtheber-Bundesliga neu strukturiert wird, statt drei Staffeln gibt es nächste Saison nur noch zwei Staffeln, werden die Görlitzer Stemmer wohl ab dem Herbst 2011 in die neue 2. Bundesliga eingeordnet. Ergebnisse: Julia Rohde Gutschrift: 144,3 Pkt. Sandra Martin (48,6) 49 kg/67 kg/85,0 Pkt. Christoph Pichler (60,8) 100 kg/122 kg/118,0 Pkt. Holger Worm (80,4) 105 kg/128 kg/72,2 Pkt. Philipp Buschek (82,9) 108 kg/135 kg/77,2 Pkt. Mariusz Rytkowski (87,3) 150 kg/175 kg/150,4 Pkt. Tabelle: 1. Chemnitzer AC 6131.7 : 4808.7 21 : 3 2. TB 03 Roding 5502.9 : 5075.7 16 : 8 3. SG Fortschritt Eibau 5032.7 : 4975.1 12 : 12 4. KG Görlitz-Zittau 4805.9 : 5372.7 9 : 15 5. AC Meißen 4161.6 : 5402.6 2 : 22

Kampfgemeinschaft unterliegt im Kreisderby der Stemmer

Nach dem klaren 3:0-Erfolg der KG Zittau/Görlitz gegen die SGF Eibau im Hinkampf Anfang diesen Jahres, wäre erneut ein derartig eindeutiges Ergebnis notwendig gewesen um am Lokalrivalen in der Tabelle vorbei zu ziehen. Leider wurde bereits bei der Planung der Mannschaftsaufstellung der KG im Vorfeld der Begegnung klar, dass nur ein kleines Wunder dies ermöglichen könnte. Julia Rohde, als feste Größe im Team, wurde durch berufliche Verpflichtungen und Ihre Vorbereitung auf die Europameisterschaft (Kazan/RUS) gebunden. Mathias Baier musste seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen ebenso absagen, wie Mannschaftstrainer Jörg Scholze, der sonst in solchen Situationen einspringt. Er konnte sich nur auf die Unterstützung der Sportler hinter der Bühne konzentrieren. Die verbliebenen Heber der Mannschaft mussten den Wettkampf dazu mit Trainingsrückstand oder aus einer Trainingspause heraus gestalten, da grippale Infekte ihr übriges Taten. Vor diesem Hintergrund waren Motivation und Konzentration der Heber nicht die besten, was sich auch in der hohen Anzahl von Fehlversuchen zeigte, die die Heber der KG ablieferten. 12 ungültige Wertungen am Abend waren mehr als in jedem Wettkampf der bisherigen Saison. Selbst Routinier Mariusz Rytkowski ließ ungewohnt 145 kg im zweiten Versuch des Reißens unbewältigt fallen und schaffte die Last erst im 3. Versuch. Holger Worm im Aufgebot der Kampfgemeinschaft, wohl einer der dienstältesten und erfolgreichsten Heber der 1. Bundesliga, zeigte als einziger eine ansteigende Form im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften der Masters und scheiterte nur knapp an 111 kg im Reißen und 133 kg im Stoßen. Der Zittauer Master Roland Preißner, der sich kurzfristig als Ersatz anbot, um die Aufstellung der KG zu komplettieren, macht es im Stoßen besonders spannend. Erst im 3. Versuch brachte er seine Anfangslast von 100 kg gültig in die Wertung. Am Ende des Abends siegten die Eibauer Heber verdient und überlegen mit 630,9 zu 484,3 Punkten und beenden die Saison als Dritte der 1. Bundesliga Süd. Die KG Görlitz/Zittau muss versuchen den Abend schnell zu vergessen. Am letzten Kampftag der Liga, dem 09.04.11, kommt der Tabellenletzte AC Meißen zum Saisonabschluss nach Görlitz. Vor heimischem Publikum möchten sich die Sportler würdig verabschieden und mit hervorragenden Leistungen und einem Sieg von den Fans bis zur nächsten Saison verabschieden. Ergebnisse: Name (KG) Reißen/Stoßen/Zweikampf/Punkte Sandra Martin (49,0) 49/67/116/85,0 Christoph Pichler (61,0) 95/105/200/96,0 Holger Worm (81,1) 108/130/238/75,8 Philipp Buschek (84,1) 108/130/238/69,8 Mariusz Rytkowski (88,4) 145/182/327/150,2 Roland Preißner (92,5) 87/100/187/7,5 Tabelle: Verein Max. Punkte 1. Chemnitzer AC 853.0 18 : 3 2. TB 03 Roding 757.4 16 : 5 3. SG Fortschritt Eibau 658.0 12 : 12 4. KG Görlitz-Zittau 679.8 6 : 15 5. AC Meißen 588.6 2 : 19

NSAC-Heber klettern fünfmal auf das Podest

Im Sportzentrum Flora, wo vor gut zwei Wochen Olympiasieger Matthias Steiner 420 Kilo im Zweikampf bewältigte, traf sich am Wochenende der sächsische Hebernachwuchs zum 2. Durchgang im Schülerpokal. Über 60 Teilnehmer aus allen Vereinen des Freistaates kämpften im Gewichtheben und athletischen Dreikampf um vordere Platzierungen. Die Gastgeber des NSAC Görlitz konnten mit dem zweiten Platz in der Vereinswertung das beste Ergebnis seit Bestehen dieses Wettbewerbes erzielen. Bei den jüngsten Athleten der E-Jugend waren die Zwillinge Paul und Martin Schlemmer, sowie Justin Ullrich im Starterfeld vertreten. Alle drei Nachwuchsheber blieben im Reißen ohne Fehler und verbesserten ihre Bestleistungen. In der anschließenden Athletik zeigten alle gute Leistungen und waren mit ihrem Wettkampf zufrieden. In der Wertung der weiblichen D-Jugend gab es einen Doppelerfolg für die Neißestädter. Maria-Luise Weisbach siegte vor ihrer Schwester Anna-Maria und verweis die Eibaurin Pauline Walzak auf den dritten Platz. Einen spannenden Zweikampf gab es wie bereits im 1. Durchgang im Jahrgang 2000. Der Görlitzer Leon Rohde hatte sich mit dem Meißner Nico Böhme auseinanderzusetzen. Nach dem Reißen führte der Meißner knapp mit vier Punkten Vorsprung. Nach dem Leon die vier Punkte im Lauftest egalisieren konnte, sollte die Entscheidung im Schlussdreisprung und Bankdrücken folgen. Beide Heber absolvierten das Bankdrücken mit 15 Wiederholungen, aber im Schlussdreisprung sprang Nico Böhme einige Zentimeter weiter als Leon. Und somit musste sich Leon erneut ganz knapp geschlagen geben, aber freute sich dennoch über Platz zwei in der Tageswertung. Der Jahrgang 1998 brachte eine Überraschung für den NSAC Görlitz. Erstmals in seiner jungen Heberkarriere durfte Benno-Hagen Grothe auf das Siegerpodest klettern. Nach einem gelungenem Wettkampf erkämpfte sich Benno-Hagen den dritten Platz hinter Georg Lichner (Dresden) und Max Walther (Chemnitz). Mit Richard Schubert und Christoph Kubelka nahmen zwei Görlitzer in der Wertung der C-Jugend Jahrgang 1997 teil. Im kleinsten Starterfeld der Veranstaltung erkämpfte sich Richard Schubert den zweiten Platz und wird in drei Wochen beim Jugendländerpokal der C-Jugend im Dress der Sachsenauswahl an den Start gehen. Sein Vereinskamerad Christoph Kubelka belegte am Ende des langen Wettkampftages den fünften Platz. Besonders groß war die Freude bei den jüngsten NSAC-Hebern als die Mannschaftswertung verkündet wurde. Die erste Görlitzer Mannschaft belegte hinter den favorisierten Chemnitzern den überraschenden zweiten Platz vor der ersten Vertretung aus Eibau. Damit zahlt sich nun die gute Nachwuchsarbeit der letzten Jahre aus und bei entsprechenden Leistungssteigerungen wird hoffentlich der ein oder andere auch in der Zukunft weiter um vordere Platzierungen mitkämpfen können. (hen) Görlitzer Ergebnisse: 1. Platz: Maria-Luise Weisbach (D-Jugend wbl.) 2. Platz: Anna-Maria Weisbach (D-Jugend wbl.), Leon Rohde (2000), Richard Schubert (1997) 3. Platz: Benno-Hagen Grothe (1998) 5. Platz: Christoph Kubelka (1997) 11. Platz: Paul Schlemmer (E-Jugend mnl.) 12. Platz: Justin Ullrich (E-Jugend mnl.) 13. Platz: Martin Schlemmer (E-Jugend mnl.)

Matthias Steiner präsentiert sich in glänzender Form in der Görlitzer Flora

Schon eine Stunde vor dem Wettkampfbeginn gab es am Sonnabend kaum noch ein freien Platz im Sportzentrum Flora. Der Olympiasieger von 2008 Matthias Steiner lockte die Görlitzer nach Rauschwalde. Und die Gäste sollten nicht enttäusch werden. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London bewältige Matthias 185 Kilo im Reißen und sehr gute 235 Kilo im Stoßen und trug damit maßgeblich zum verdienten Sieg der Chemnitzer bei. Schon vor dem Kampf gab es Freude beim NSAC Görlitz. Aus den Händen von Herrn Kretschmar, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und dem Oberbürgermeister Joachim Paulick erhielten die Gewichtheber einen Scheck in Höhe von 5000,00 € zur weiteren Förderung des Nachwuchs- und Leistungssports überreicht. Im Anschluss eröffnete Sandra Martin den Wettkampf mit 49 Kilo im Reißen. Aber für die kleine Chemnitzerin im Dienste der Kampfgemeinschaft sollte es der einzige gültige Versuch im Reißen bleiben, denn anschließend fielen zweimal die 52 Kilo unbezwungen zu Boden. Für Christoph Pichler lief es dagegen besser, er scheiterte jedoch nach gültigen 90 und 94 Kilo im letzten Versuch an 97 Kilo. Nach einer durchwachsenden Saison präsentierte sich Philipp Buschek an diesem Nachmittag in glänzender Form. Im Reißen meisterte der Zittauer mit 116 Kilo einen neuen persönlichen Bestwert. In der zweiten Gruppe des Reißens gab es dann eine Schrecksekunde für die Kampfgemeinschaft. Im zweiten Versuch des Reißens mit 155 Kilo verletzte sich leider Mathias Baier am Knie und musste den Wettkampf abbrechen. Damit musste sich Masterweltmeister Holger Worm bereit machen für das anschließende Stoßen. Mit 80 Kilo im Reißen kam Julia Rohde nah an ihre Bestleitungen heran und unterstrich damit ihre Ausnahmestellung im Deutschen Gewichthebersport. Nach einem grippalen Infekt kämpfte auch der polnische Gastheber Mariusz Rytkowski um beste Ergebnisse. Nach 140 Kilo und 145 Kilo konnte Mariusz auch im letzten Reißversuch die „drei Zentner“ bezwingen. Alle Augen in der Flora waren natürlich auf Matthias Steiner gerichtet. Nach den seine Mannschaftskollegen den Grundstein für den Sieg im Reißen gelegt hatten, durfte als Letzter Matthais an die Hantel. Mit 180 Kilo beindruckte der stärkste Mann der Welt schon im ersten Anlauf die Gewichtheberfans. Auch die 185 Kilo im zweiten Versuch meisterte der Chmenitzer ohne Mühen und ließ für den letzten Versuch 190 Kilo auflegen. Die Last hielt er zwar über dem Kopf, aber durch das Nachdrücken des rechten Armes war dieser Versuch nicht regelgerecht ausgeführt und der stets aufmerksame Kampfleiter wertete den Versuch als ungültig. Aber der Olympiasieger bemerkte sofort seinen technischen Fehler und akzeptierte die Wertung. Nach dem Reißen lagen die Chemnitzer schon mit fast 40 Punkten in Führung und unterstrichen damit ihre Favoritenrolle. Gehandicapt nach dem Ausfall von Mathias Baier ging die Kampfgemeinschaft nach einer kurzen Pause in das Stoßen. Die anvisierten 700 Punkte waren somit leider in weite Ferne gerückt. Aber alle sechs Heber kämpften sich wacker durch den Wettkampf und mit 151,8 Punkten war Mariusz Rytkowski erneut der beste Heber im Trikot der Gastgeber. Julia Rohde meisterte 101 Kilo in dieser Teildisziplin und steuerte somit 146 Punkte für das Mannschaftskonto bei. Mit 125 Kilo vertrat Holger Worm den ausgeschiedenen Mathias Baier sehr gut, aber der Rückstand aus dem reißen war für die Görlitzer nicht mehr aufzuholen. Als Hallensprecher Andreas Hentschel die Anfangslast von 210 Kilo für den Olympiasieger Steiner verkündete ging ein Raunen durch die vollbesetzte Halle. Aber die Last stellte kein Problem für Matthias dar und so steigerte er munter weiter auf 225 Kilo im zweiten Anlauf. Fast schon spielerisch stieß der 145-Kilo-Athlet die Last ohne große Mühe zur Hochstrecke. Damit war aber noch nicht Schluss. Im letzten Versuch des hochklassigen Kampfes mussten die Scheibenstecker 235 Kilo auf die Eisenhantel schrauben. Unter dem frenetischen Jubel der Fans bleib Matthias auch gegen die 235 Kilo Sieger und krönte mit 420 Kilo im Zweikampf und 179 Punkten seinen tollen Auftritt. Am Ende konnten die Chemnitzer mit 853,0 zu 663,4 Punkten alle drei Punkte mit nach Hause nehmen. Für den Teamchef Jörg Scholze war es aber eine eingeplante Niederlage und die tolle Stimmung in der Halle entschädigte für den Punktverlust. Nach dem Kampf gab es für die Fans noch die Möglichkeit Autogramme von Matthias Steiner und Julia Rohde zu bekommen, über eine halbe Stunde schrieben die beiden fleißig ihre Namen auf die Autogrammkarten. Da wenige Stunden später die Eibauer mit 656,6 zu 574,9 Punkten gegen den Tabellenfüherer aus Roding gewann, können die Chemnitzer nun aus eigener Kraft das Bundesligafinale noch erreichen. Für die Kampfgemeinschaft gibt es jetzt eine kleine Pause bevor am 19. März in Eibau das Kreisderby ansteht. Ergebnisse: Sandra Martin (48,5) 49 kg/68kg/86,0 Pkt. Julia Rohde (52,6) 80 kg/101 kg/146,0 Pkt. Christoph Pichler (60,4) 94 kg/114 kg/104,0 Pkt. Holger Worm (80,4) --- /125 kg/44,6 Pkt. Philipp Buschek (81,5) 116 kg/135 kg/88,0 Pkt. Mariusz Rytkowski (86,6) 150 kg/175 kg/151,8 Pkt. Mathias Baier (110,3) 147 kg/ --- /43,0 Pkt. Tabelle: Verein Max. Punkte 1. TB 03 Roding 757.4 13 : 5 2. Chemnitzer AC 853.0 12 : 3 3. SG Fortschritt Eibau 658.0 9 : 9 4. KG Görlitz-Zittau 679.8 6 : 12 5. AC Meißen 588.6 2 : 13

Kampfgemeinschaft erwartet den „Stärksten Mann der Welt“

Am Sonnabend ab 16 Uhr erwartet alle Freunde des Gewichthebersports ein echter Leckerbissen im Sportzentrum Flora. Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister, der Chemnitzer AC wird mit dem Olympiasieger von 2008 Matthias Steiner in der Neißestadt zu Gast sein. Aber nicht nur der Chemnitzer Ausnahmeathlet wird für tolle Leistungen sorgen auch die drei WM-Teilnehmer von 2010 Julia Rohde (10. Platz), Kathleen Schöppe (13. Platz) und Tom Schwarzbach (20. Platz) stehen in den Aufgeboten. Für die Gäste aus Chemnitz läuft die Saison alles andere als perfekt. Nach zwei Abgängen kommen die Chemnitzer nicht so recht in die Gänge. Beim momentanen Staffelführer Roding kassierten sie bereits eine Niederlage und bangen jetzt um den erneuten Einzug in das Bundesligafinale. Nur mit einem Sieg gegen die Kampfgemeinschaft kann sich der vierfache Deutsche Mannschaftsmeister noch Hoffnungen auf das Erreichen des Finales machen. Die Gäste werden ihr bestes Aufgebot an den Start schicken. Auch der Görlitzer Teamchef Jörg Scholze kann aus dem vollen schöpfen. Alle Leistungsträger stehen ihm zur Verfügung. Die Leistungen des letzten Kampftages, wo die Kampfgemeinschaft einen Punkt im Reißen aus Roding mitbrachte, stimmen Scholze zuversichtlich, vielleicht auch die Gäste aus Chemnitz etwas zu ärgern. Vor allem baut er auf die ansteigende Form von Mathias Baier, der immer wieder für eine Überraschung gut ist. Neben Julia Rohde strebt auch Marius Rytkowski hohe Punktzahlen jenseits der 130 Punktemarke an. Das Aufgebot komplettieren Sandra Martin, Christoph Pichler und der Zittauer Philip Buschek, der endlich mal die 90 Punkte überbieten möchte. Teamchef Scholze kalkuliert mit 700 und mehr Punkten und würde sich somit über eine neue Saisonbestleistung freuen, ob auch der Vereinsrekord von 739,2 Punkte ins Wanken gerät, das entscheidend dann doch die Tagesform der Athleten. Mit Matthias Steiner präsentiert sich auch der frischgebackene Tandem-Weltrekordler im Gewichtheben. Beim Ball des Sportes am vergangenem Wochenende meisterte Matthias mit seinem Partner Almir Velagic 333,3 Kilogramm im Synchron-Stoßen an einer verlängerten Hantelstange vor 1800 begeisterten Ballgästen. Auch Julia Rohde war beim Ball des Sportes anwesend. Erstmals war der Bundesverband Deutscher Gewichtheber mit einer „Aktiv-Station“ beim Ball des Sports vertreten, die von den Top-Gewichthebern wie Julia Rohde, Jürgen Spieß, René Horn und Max Lang sowie U23 Bundestrainer Michael Vater und IAT-Wissenschaftler Holger Jentsch betreut wurde. Neben Demonstrationszwecken wurde die Aktiv-Station von zahlreichen Gästen genutzt, um sich unter Anleitung der Experten an der Hantelstange zu versuchen. Bundesminister des Innern Thomas de Maiziere, DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, Sporthilfe-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Ilgner, Eiskunstläufer-Legende Katharina Witt oder Ex-Box-Champion Sven Ottke gehörten zu den prominentesten Besuchern der BVDG-Gruppe, die bis Sonntagmorgen 2:30 Uhr ihre Sportart erfolgreich präsentierte. Am Sonnabend nun müssen die Top-Athleten wieder selbst Höchstleistungen abliefern und für ihr Team wertvolle Punkte einfahren. Für Spannung und feinste Gewichtheberkost ist gesorgt wenn ab 16 Uhr die Athleten an die Hantel treten. Beginn: 16:00 Uhr (Einlaß: ab 15:00 Uhr) Eintritt: 3,50 € Erwachsene; 2,00 Ermäßigt

Olympiasieger Matthias Steiner stemmt in der „Flora“

Am Sonnabend, den 12. Februar 2011 gibt es ab 16 Uhr im Sportzentrum „Flora“ einen besonderen Leckerbissen für alle Gewichtheberfreunde. Im Duell der KG Görlitz-Zittau gegen den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister dem Chemnitzer AC wird auch der „Stärkste Mann der Welt“ Matthias Steiner an die Hantel gehen. Die Chemnitzer Gäste müssen in der Rückrunde alle daran setzen, um den momentanen Tabellenführer die TB 03 Roding vom ersten Platz zu verdrängen. Denn nur der Staffelerste wird sich für das Finale im Mai qualifizieren. Neben dem Olympiasieger werden auch die WM-Teilnehmer Tom Schwarzbach und Kathleen Schöppe mit nach Görlitz reisen. In Bestbesetzung wird auch die Kampfgemeinschaft antreten. Neben der Olympiasiebenten Julia Rohde ist auch Mathias Baier wieder in guter Verfassung. Für hohe Punktzahlen sorgt hoffentlich erneut Mariusz Rytkowski, der 2000 an den Olympischen Spielen in Sydney teilnahm. Die Chemnitzer haben bis zum heutigen Tage eine Saisonbestleitung von gut 750 Punkte auf ihrem Konto und sind somit der Favorit in diesem Kampf. Aber wie schon im letzten Kampftag gegen die Bayern aus Roding ist die KG Görlitz-Zittau immer für eine Überraschung gut. Teamchef Scholze visiert eine Mannschaftsleistung von über 700 Punkten an und möchte damit die eigene Saisonbestleistung von 679,8 Punkten überbieten. Für Spannung und erstklassige Gewichtheberkost ist somit am Sonnabendnachmittag gesorgt. Die Zittauer J-Rookers werden mit ihren Tänzen für die nötige Stimmung sorgen. Einlass ist 15 Uhr der Wettkampf startet um 16 Uhr. Eintritt: 3,50 € Erwachsene und 2,00 € Ermäßigt

Kampfgemeinschaft knöpft dem Tabellenführer einen Punkt ab

Am Sonnabend starteten die Gewichtheber der 1. Bundesliga in ihre Rückrunde. Die Kampfgemeinschaft Görlitz-Zittau war dabei in Roding beim Tabellenführer zu Gast. Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt in den Kampf, aber an Spannung war die Begegnung kaum zu überbieten. Vor über 350 Zuschauern in der bayrischen Stemmerhalle kamen die Fans des Hantelsportes voll auf ihre Kosten. Vom ersten Versuch an schenkten sich beide Teams nichts. Ohne Julia Rohde, die sich zur Zeit voll auf ihre Ausbildung konzentriert, war die Kampfgemeinschaft eigentlich klarer Außenseiter gegen die bärenstarken Gastgeber. Aber zu Wochenmitte verletzte sich Stammheber Daniel Nowara beim Fußballspielen und somit musste der Bayernligaheber Steffen Pilz ran. Damit begann das Rechnen für Teamchef Jörg Scholze von vorn. Die Görlitzer begannen den Kampf mit Sandra Martin. Über die Stationen 49 kg und 52 kg folgten im dritten Anlauf 54 kg, die aber unbewältigt wieder zu Boden gingen. Ohne Fehlversuch kam der Chemnitzer Christoph Pichler durch das Reißen. Mit 95 kg und 45 Punkten kam er nah an seine persönliche Bestleistung heran. Leider gingen bei Philip Buschek und Holger Worm die dritten Versuche daneben, aber zu diesem Zeitpunkt hatten ja noch Mariusz Rytkowski und Mathias Baier ihre letzten Hebungen offen. Als der Rodinger Matthias Hecht seine 145 kg im letzten Versuch meisterte führten die Gastgeber mit 15,7 Punkten Vorsprung. Zunächst steigerte Mariusz Rytkowski noch einmal um sechs Kilo und verkürzte somit den Abstand auf 9,7 Punkte. Nur ein kurzer Blick genügte in Richtung Mathias Baier und er ließ im letzten Reißversuch von 145 kg auf 155 kg steigern. Voll motiviert und höchst konzentriert nahm Mathias die Last in Angriff, denn die Görlitzer wollten nicht mit leeren Händen Heim kommen. Angefeuert von seinen Teamkollegen erkämpfte sich Mathias diese 155 kg und sicherte somit seinem Team den Sieg im Reißen mit hauchdünnen 0,3 Punkten Vorsprung. Wie schon im Hinkampf rechneten sich jetzt im Stoßen die Rodinger ihre Siegchancen aus. Bis zum Ende der ersten Gruppe hileten die Görlitzer Gäste aber die Begegnung weiter offen und gingen nur mit einem kleinen Rückstand in die entscheidene zweite Gruppe. Hier gab es eine Schrecksekunde für die Gastgeber. Matthias Hecht verletzte sich an 170 Kilo im zweiten Anlauf und musste somit den Kampf vorzeitig beenden. Damit witterten die Heber der Kampfgemeinschaft wieder Morgenluft, aber durch die starken Auftritte von Simon Brandhuber und Gregor Nowara zogen die Rodinger mit 20 Punkten davon. Nach den 180 kg durch Mariusz Rytkowski im zweiten Versuch und die 182 kg von Mathias Baier hätten beide Stemmer nochmal um jeweils zehn Kilo steigern müssen, um die Bayern zu bezwingen. Aber das war beiden Hebern dann wirklich zu viel und in Rücksicht auf die noch bevorstehenden Kämpfe verzichteten Maruisz und Mathias auf die letzten Hebungen. Damit erkämpfte sich der Tabellenführe die beiden Punkte im Stoßen und Zweikampf und ging als 2:1-Sieger von der Bühne. Durch den Sieg der Eibauer in Meißen tauschten die Lausitzer Teams die Tabellenplätze und die KG Görlitz-Zittau bereiten sich jetzt voll auf den Kampf gegen Chemnitz vor. Am 12. Februar wird dann in der Görlitzer „Flora“ der Olympiasieger von 2008 Matthias Steiner erwartet, denn die Chemnitzer müssen mächtig Gas geben um als Deutscher Mannschaftmeister 2010 auch in diesem Jahr ins Finale zu rücken. Ergebnisse: Sandra Martin (49,0) 52 kg/67 kg/88,0 Pkt. Christoph Pichler (59,5) 95 kg/117 kg/112,0 Pkt. Philip Buschek (80,2) 112 kg/133 kg/84,6 Pkt. Holger Worm (80,6) 105 kg/125 kg/68,8 Pkt. Mariusz Rytkowski (87,7) 153 kg/180 kg/157,6 Pkt. Mathias Baier (110,6) 155 kg/182 kg/129,0 Pkt. Tabelle: 1. TB 03 Roding 3575.0 : 3084.3 13 : 2 2. Chemnitzer AC 2842.2 : 2246.5 9 : 3 3. SG Fortschritt Eibau 3099.2 : 3168.1 6 : 9 4. KG Görlitz-Zittau 3011.1 : 3313.2 6 : 9 5. AC Meißen 2575.8 : 3291.2 2 : 13 AC Meißen – SGF Eibau 547,7:632,2

Lausitzer Stemmer müssen auswärts ran

Zum Start der Rückrunde in der 1. Bundesliga im Gewichtheben gehen die KG Görlitz-Zittau und die SGF Eibau auf Reisen. Die Kampfgemeinschaft trifft in Roding auf den momentanen bayrischen Tabellenführer. Teamchef Jörg Scholze muss leider ohne Julia Rohde planen, aber der Rest der Mannschaft ist gut in Form. Nach dem gewonnen Lausitzderby wird es aber sehr schwer für die Neißestädter. Ob zumindest ein Punkt im Reißen, wie in der Hinrunde drin ist, dass entscheidend wohl die Tagesform beider Teams. Die SGF Eibau reist in die Domstadt nach Meißen und rechnet sich beim Tabellenschlusslicht gute Siegchancen aus. TB 03 Roding – KG Görlitz-Zittau Sa., 19:00 Uhr AC Meißen – SGF Eibau Sa., 18:00 Uhr

Am Sonnabend begannen die jüngsten Heber des NSAC Görlitz ihr neues Wettkampfjahr.

Nach einer kurzen Pause zum Jahreswechsel stand in Chemnitz der 1. Durchgang des Sächsischen Schülerpokals auf dem Plan. In diesem Wettkampf präsentierten sich mit den Zwillingen Paul und Martin Schlemmer sowie Justin Ulrich und Christoph Kubelka vier neue Hoffnungsträger auf Wettkampfbühne. Im Jahrgang 1997 startete der Vorjahreszweite Richard Schubert für die Görlitzer. Nach guten Leistungen im Gewichtheben büßte Richard leider in der Athletik wertvolle Punkte ein und musste sich am Ende mit dem vierten Platz zufrieden geben. Neuling Christoph Kubelka zeigte wenig Aufregung vor seinem ersten Wettkampf und landete in der Tageswertung auf dem fünften Platz. Benno-Hagen Grothe (1998) steigerte weiter seine Technikpunkte im Reißen und Stoßen und fand sich nach durchwachsenen athletischen Leistungen am Ende auf dem sechsten Platz wieder. Knapp am Tagessieg scheiterte Leon Rohde (2000) in seinem Jahrgang. Mit 15 Punkten Rückstand nach dem Reißen wollte Leon unbedingt die Punkte in der Athletik aufholen. Punkt für Punkt kämpfte er sich an den führenden Meißner Nico Böhme heran, aber am Ende fehlten neun Zähler um ganz oben auf dem Podest zu stehen. Für die Zwillinge Paul und Martin Schlemmer (2002) war der Einstand in den Schülerpokal gelungen. Mit Platz zehn für Paul und Platz zwölf für Martin zeigten die beiden NSAC-Heber gute Leistungen. In diesem Jahrgang war bei seiner Premiere Justin Ulrich mit dem elften Platz sehr zufrieden, auch wenn es in der Athletik noch einige Reserven gab. Die beiden Weisbach-Geschwister Anna-Maria (1999) und Maria-Luise (2000) starteten bei der weiblichen D-Jugend. Maria-Luise setzte sich dabei im internen Duelle der beiden Mädchen durch und belegte trotz einer schmerzhaften Bänderdehnung im Sprunggelenk den guten vierten Platz. Ihre Schwester Anna-Maria wurde am Ende des langen Wettkampftages Siebente. Mit dem überraschenden dritten Platz in der Mannschaftswertung kam der NSAC-Nachwuchs zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder auf einem Podestplatz ein. Am 5. März wird dann der zweite Durchgang in der Görlitzer „Flora“ zur Austragung kommen und gleichzeitig die Qualifikation zum Jugendländerpokal der C-Jugend in Rodewisch sein. (hen)

KG Görlitz/Zittau kann Lokalderby der Gewichtheber-Bundesliga für sich entscheiden

(js) Das direkte Duell der beiden lokalen Vertreter in der 1. Gewichtheber-Bundesliga wurde im Vorfeld von den Medien als das spannende Aufeinandertreffen angekündigt, welches es schließlich auch geworden ist. Zum Aufeinandertreffen der Kampfgemeinschaft Görlitz/Zittau und der SG Fortschritt Eibau wollte keine der Mannschaften im Vorfeld einen Tipp abgeben, geschweige denn die eigene Favoritenrolle annehmen. Grund dafür war das absehbar ausgeglichene Leistungsvermögen beider Teams. Dabei ging es für die KG schon um etwas mehr. Nach nur 2Punkten aus den drei vorangegangenen Begegnungen der Hinrunde, musste unbedingt ein „Dreier“ um den Verbleib in der höchsten Liga nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu konnte auch endlich wieder die Bestbesetzung der Neiße-Heber, mit Julia Rohde und Mathias Baier, auflaufen. Doch auch bei den Gästen aus Eibau stand mit Anett Goppold eine WM-Teilnehmerin im Aufgebot. Das Taktieren und Rechnen ging schon weit vor der ersten Hebung los. Gerade die neue Punkteregelung wonach die Mannschaften beim Gewinn im Reissen einen Punkt und im Stossen zwei Punkte erhalten, machte die Veranstaltung für das Publikum noch interessanter und für die Teamleiter noch anstrengender. Umso wichtiger waren an diesem Abend die Disziplin und der Wille der Heber, für die sich Trainer Jörg Scholze im Anschluss nur bedanken konnte. Jede Steigerung wurde abgestimmt, denn jeder Punkt war wichtig. Im Reissen bedeutete das, nur zwei ungültige Hebungen für Görlitz/Zittau. Dabei wechselte die Führung ständig. Erst mit den letzten Hebungen von Julia Rohde, Mathias Baier und Mariusz Rytkowski konnte eine Führung erkämpft werden um die Teildisziplin zu gewinnen und schon einen Punkt zu sichern. Eibau gab jedoch nicht auf. Die Oberlausitzer wussten, dass die Chancen im Stoßen besser standen, auch das Superschwer-Gewichtler Mathias Baier noch nicht vollkommen genesen war. Auch hier gelang es den Gastgebern die Konzentration nicht zu verlieren. Nur zwei Hebungen wurden ungültig gewertet. Sandra Martin stieß trotz Weihnachtspause im letzten Versuch 68kg, was nah an ihrer Bestleistung liegt. Julia Rohde, durch die Mehrbelastung ihrer Ausbildung und durch einen Infekt geschwächt, konnte in ihrem letzten Versuch 96kg bewältigen und damit den Druck auf Eibau deutlich erhöhen. Damit mussten alle Eibauer an ihre Belastungsgrenzen gehen. Und wieder fiel die Entscheidung der Teildisziplin erst in den letzten Versuchen der Veranstaltung. Die Steigerungen der Eibauer sorgten erneut für Spannung. Doch die letzten gültigen Versuche von Mariusz und Mathias an jeweils 175kg sorgten für die Entscheidung des Abends. Die KG Görlitz/Zittau konnte sowohl das Reissen als auch das Stoßen für sich entscheiden und damit auch drei Siegpunkte verbuchen. Die knappe Differenz von 679,8 zu 658,0Punkten drückt nur ansatzweise die Spannung des Abends aus. Insgesamt zeigten alle Heber Kampfgeist und den Willen zu gewinnen und man darf gespannt sein, wie sich der Rückkampf am 19.03.2011 in Eibau gestalten wird. Doch davor stehen noch zwei weitere „Brocken“ auf dem Programm. Bereits in 14Tagen steht der Rückkampf gegen den momentanen Tabellenführer die TB Rodingen auswärts an. Weitere 14 Tage später, am 12.02. kommt der amtierende Deutsche Meister, der Chemnitzer AC, nach Görlitz. Und diesen Termin sollten sich auch Jeder vermerken, der der Schwerathletik nicht zu verbunden ist, denn mit Matthias Steiner im Aufgebot, steht dann ein echter Olympia-Sieger auf der Görlitzer Bühne. Ergebnisse: Name (KG) Reißen/Stoßen/Zweikampf/Punkte Sandra Martin (48,6) 53/68/121/90,0 Christoph Pichler (60,5) 88/115/203/99,0 Philipp Buschek (79,7) 110/135/245/85,6 Julia Rohde (52,2) 76/96/172/137,0 Mariusz Rytkowski (87,4) 155/175/330/155,2 Mathias Baier (110,6kg) 146/175/321/113,0

Am Sonnabend steigt das Lausitzderby in der Bundesliga

In der Görlitzer „Flora“sind die Gastgeber Favorit – wenn der Rücken des Superschweren hält. Nach dem Aufstieg der Kampfgemeinschaft Görlitz/Zittau in die 1.Bundesliga kommt es am Sonnabend in der Görlitzer Flora erstmals seit vielen Jahren zu einem direkten Duell zwischen der KG Görlitz-Zittau und der SG Fortschritt Eibau. Vor der Saison hätte man die Görlitz-Zittauer dabei wohl als klaren Favoriten benannt, mit einem Potenzial für deutlich über 700 Punkte, während die Eibauer nach dem Abgang von Oliver Wenke zum Chemnitzer AC für vielleicht 670 Punkte gut sein könnten. Aber bisher ist die Saison für die Görlitzer wegen großer Personalsorgen alles andere als gut verlaufen. Julia Rohde konnte in den ersten drei Kämpfen erst einmal mitwirken, Mathias Baier praktisch gar nicht. Aber diesmal stehen Teamchef Jörg Scholze alle Stammheber zur Verfügung. In der ersten Gruppe werden Sandra Martin, Christoph Pichler und Julia Rohde an die Hantel gehen, in der zweiten Philipp Buschek, Mariusz Rytkowski und Mathias Baier. Ob dessen Rücken hält, wird entscheidend sein. Eine Verletzung plagt ihn schon monatelang, seit Beginn der Saison konnte er sein altes Leistungsvermögen deshalb nicht erreichen. Er trat im letzten Kampf gegen Meißen trotz Schmerzen an die Hantel, konnte aber nur Sicherheitsversuche absolvieren. Auch die Eibauer haben ihre Bestbesetzung zur Verfügung. „Wie viel meine Heber drauf haben, weiß ich aber nicht so genau. Wettkampfhöhepunkt waren die Deutschen Meisterschaften im Dezember, und jetzt war Winterpause“, sagt Teamleiter Alexander Preußler. Sicher ist nur, dass eine tolle Stimmung in der „Flora“ herrschen wird – mit Fans beider Teams. (fth)

Wer ist das stärkste Team der Lausitz?

Nach drei Kämpfen ohne Sieg möchte die Kampfgemeinschaft Görlitz-Zittau endlich alle drei Punkte einfahren. Und das nicht gegen irgendein Team sondern gegen die Rivalen aus der Lausitz die SG Fortschritt Eibau. Die gute Nachricht vorweg. Alle Stammheber stehen Teamchef Jörg Scholze zur Verfügung. In der ersten Gruppe wird die Deutsche Meisterin (-48 kg) Sandra Martin den Wettkampf eröffnen. Ihr zur Seite steht Christoph Pichler der in seiner Heimatstadt Chemnitz im Dezember den Deutschen Meistertitel der Junioren (-62 kg) gewann. Beide Heber haben auch über die Feiertage gut trainiert und werden sicher mit guten Leistungen überzeugen können. Als zweite Frau wird die Olympiasiebte von Peking Julia Rohde an die Hantel gehen. Nach den drei Titeln bei der U23-Europameisterschaft gönnte sich Julia eine kleine Verschnaufpause und konzentrierte sich auf ihre Ausbildung. Jetzt steht sie wieder voll im Training und wird ganz sicher für eine hohe Punktzahl sorgen. In der zweiten Gruppe muss endlich Philipp Buschek mal beweisen, dass er seine guten Trainingsleistungen auch im Wettkampf abrufen kann. Aber das Lausitz-Derby wird auch bei ihm den nötigen Ehrgeiz wecken. Bester Punktlieferant im Team der Görlitz war in den letzten Kämpfe der polnische Gastheber Mariusz Rytkowski. Wenn er an die Hantel tritt dann wächst das Punktekonto schon mal um 150 Punkte und mehr an. Die große Frage des Abends wird der Rücken von Mathias Baier sein. Schon monatelang plagt ihn dies Verletzung und seit Beginn der Saison konnte er sein altes Leistungsvermögen leider nicht erreichen. Im letzten Kampf gegen Meißen trat er trotz Schmerzen an die Hantel, aber die Niederlage konnte er auch nicht verhindern. Schon zweimal lag die Kampfgemeinschaft nach dem Reißen in Führung, aber gegen Roding und Meißen verloren die Neißestädter den Kampf jeweils im Stoßen. Keine leichte Aufgabe für Teamchef Jörg Scholze die Mannschaft richtig einzustellen, denn auch die Stemmer aus Eibau sind für ihre Stärken im Stoßen bekannt. Sonnabend, 15.01.11 Sportzentrum „Flora“ Wettkampfbeginn: 16:00 Uhr (Einlass: 15:00 Uhr)

Jahresabschluss der KG Görlitz/Zittau bringt noch nicht die Wende

So richtig durchzustarten, will der Kampfgemeinschaft Görlitz / Zittau im Jahr nach dem Aufstieg in die 1. Gewichtheber-Bundesliga noch nicht gelingen. Nachdem aus den ersten beiden Begegnungen der Hinrunde nur ein Sieg-Punkt in der Wertung war, hofften die Ostsachen zumindest im letzten Wettkampf vor Jahresende erfolgreich bestreiten zu können. Dazu mußten die Heber von Neiße und Mandau in Meissen antreten. Die Mannschaft des dortigen Athletenclubs hatte bisher ähnliche Startschwierigkeiten und konnte in der Saison noch nicht mehr als 500Punkte in einer Begegnung sammeln. Da mit Julia Rohde noch immer eine starke Säule im Aufgebot aufgrund terminlicher Überschneidungen mit ihrer Ausbildung fehlte und auch Philipp Buschek aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stand, war mit einer Leistung über 600Punkten nicht zu rechnen. Gleichzeitig meldete sich Schwergewichtler Mathias Baier, mit Trainingsrückstand, aber dem Willen die Mannschaft zu unterstützen, wieder als einsatzbereit zurück. Zwar musste Mannschaftstrainer Jörg Scholze erneut mit an die Hantel gehen um die Mannschaft mit 6 Startern zu komplettieren, doch reifte in den Kalkulationen für den Abend vorsichtiger Optimismus in der Elbe-Stadt gewinnen zu können. Das Reissen lief auch nach Fahrplan. Mit dem Ziel mindesten zwei gültige Versuche für die Mannschaft in die Wertung zu bringen um eine gute Punktebasis zu haben, ging man in den Kampf. Am Ende sollten nur zwei Versuche danebengehen, was für die Entschlossenheit und Disziplin der Mannschaft spricht. Dem Masters-Weltmeister Holger Worm, den man auch als mit Respekt als den ältesten aktiven Heber der 1. Bundesliga bezeichnet, gelangen dabei drei gültige Versuche mit am Ende beachtlichen 110kg die er in die Wertung brachte. Mathias‘ Versuche begannen mit ungläubigen Fragen des Hallensprechers. Der Mann, der im Reissen üblicherweise mehr als 3 Zentner bewältigt, ließ zunächst „nur“ 110kg aufstecken und ging tatsächlich an die Hantel. Was den Gegner und das Publikum verwirrte, war allerdings im Vorfeld mit dem Mannschaftstrainer abgestimmt worden. Um keine Verletzungen zu riskieren und den 111kg-Mann sicher als Unterstützung für die anstehenden Begegnungen 2011 vor heimischen Publikum zu wissen, wurde die Belastung „moderat“ gewählt. Mathias fühlte sich allerdings gut und steigerte bis im letzten Versuch auf 132kg. Durch den Einsatz aller Sportler gewann die KG dann auch das Reissen mit 15Punkten Vorsprung. Da die Meissner in der Regel für starkes Reissen und weniger für das Stoßen bekannt sind, schien bis dahin die Hoffnung auf einen Sieg begründet zu sein und sich sicher abzuzeichnen. Doch die Meissner hatten auch einen starken Siegeswillen und waren bereit an die persönlichen Grenzen zu gehen. So wurden einige Bestwerte im dritten Versuch der Dom-Städter aufgesteckt, doch gleichzeitig brachte nur ein Heber diesen auch gültig in die Wertung. Doch der Kampfgemeinschaft ging es nicht anders. Die Konzentration aus dem Reissen konnte nicht mit ins Stoßen genommen werden. Moderatere Steigerungen und zum jeweils dritten Versuch hätten möglicherweise zu einem anderen Ausgang des Abends geführt. Vor den letzten Versuchen von Mathias und Mariusz betrug der Vorsprung der Meissner mehr als 40 Punkte. Ein Mathias in Bestform wäre zu einer Steigerung von 155 auf 185 kg ohne weiteres in der Lage gewesen. Doch aus vorgenannten Gründen wurde mit Rücksicht auf die weitere Saisonplanung verzichtet. Der polnische Starter Mariusz Rytkowski ließ es sich aber nicht nehmen zumindest die höchste Last des Abends aufstecken zu lassen und bewältigte im letzten Versuch 180kg. Unterm Strich konnte die KG das Stoßen daher nicht für sich entscheiden. Am Abend vor dem 4. Advent musste sich die KG daher gegen Meissen mit 567,8 zu 588,6 und 1:2 Punkten geschlagen geben. Der eine gewonnene Punkt im Reissen kann sich im Laufe der Saison noch als sehr wichtig erweisen und wird daher als versöhnlicher Jahresausklang mit nach Görlitz genommen. Am 15. Januar 2011 erwartet die KG Görlitz/Zittau den Lokal-Rivalen SGF Eibau. Einer Begegnung der sowohl vom interessierten Publikum als auch von den Sportlern selbst mit großer Vorfreude und Spannung entgegengeblickt wird. Neben der Olympia-Teilnehmerin und frisch gebackenen U-23 Europameisterin Julia Rohde und dem dann sicher wieder erstarkten Mathias Baier auf Seiten der Kampfgemeinschaft, wird sicher auch WM-Teilnehmerin Anett Goppold auf Seiten der Eibauer zu erleben sein. Beide Mannschaften freuen sich auf zahlreiche Zuschauer in der „Flora“ in Görlitz. Das Präsidium und die Mannschaft der KG Görlitz /Zittau wünschen allen Freunden und Anhängern des Sports bis dahin eine besinnliche Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Ergebnisse: Name (KG) Reißen/Stoßen/Zweikampf/Punkte Sandra Martin (47,7) 53/70/123/93,0 Christoph Pichler (60,3) 95/115/210/106,0 Holger Worm (81,2) 110/125/235/72,6 Jörg Scholze (85,1) 108/120/228/57,8 Marusz Rytkowski (86,3) 153/180/333/160,4 Mathias Baier(111,6) 132/155/287/78,0

Maria-Luise Weisbach gewinnt Jahreswertung im Schülerpokal

Am Sonnabend fand in der Domstadt Meißen das Finale zum diesjährigen sächsischen Schülerpokal der jungen Gewichtheber statt. Die Görlitzer Nachwuchsathleten konnten sich mit Maria-Luise Weisbach und Richard Schubert zwei Podiumsplätze erkämpfen. In insgesamt fünf Durchgängen kämpften seit Januar diesen Jahres über 60 junge Hebertalente der Jahrgänge 2002 bis 1996 aus ganz Sachsen um die begehrten Pokale im Schülerpokal. Jüngste NSAC-Starterin war in diesem Jahr Maria-Luise Weisbach im Jahrgang 2000. Mit konstant guten Leistungen über das ganze Jahr hinweg sicherte sich Maria-Luise zum Saisonende den ersten Platz im Sächsischen Schülerpokal. Mit 30 Kilogramm im Reißen stellte sie eine neue Bestleistung auf und verbesserte sich mit 7,43 Punkten auch in der technischen Ausführung. Ihre Schwester Anna-Maria (1999) belegte im letzten Durchgang den vierten Platz und kam in der Jahreswertung auf dem guten sechsten Platz ein. Bei den Jungen war der Deutsche C-Jugend Vizemeister Richard Schubert der erfolgreichste Görlitzer. Im Jahrgang 1997 musste er sich nur dem Chemnitzer Marcus Sadey geschlagen geben und freute sich sichtlich über den zweiten Platz zum Saisonabschluss. Eine Überraschung gab es in der Wertung der E-Jugend. Leon Rohde (2000), Bruder der Olympiasiebenten Julia Rohde, beherrschte die Konkurrenz und gewann die Tageswertung. Mit 17 Kilogramm im Reißen (7,26 Punkte) und mit guten Leistungen im athletischen Vierkampf ist Leon nun heißer Anwärter auf den Titelgewinn im kommenden Jahr. Mit Platz drei in der Tageswertung und dem fünften Platz im Jahr 2010 kann auch Benno-Hagen Grothe (1998) mit der langen Saison zufrieden sein. Alle fünf Nachwuchsstemmer des NSAC verbesserten noch einmal ihre persönlichen Bestwerte im Jahresverlauf und haben sich nun eine kleine Verschnaufpause verdient. Bereits am 22. Januar 2011 gibt es den Auftakt für die neue Wettkampfsaison und alle Sportler wollen an die tollen Leistungen der abgelaufenen Wettkampfsaison anknüpfen.

Dreimal Gold für Julia Rohde bei der Europameisterschaft U23

Zum Abschluss des Wettkampfjahres 2010 sammelte Julia Rohde noch einmal fleißig Edelmetall. Bei der Europameisterschaften der U23 in Limassol (Zypern) siegte die Görlitzerin in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm im Reißen, Stoßen und Zweikampf. Der Wettkampf begann für Julia dabei alles andere als gut. Im ersten Anlauf des Reißens mit 81 kg fixierte Julia die Last nicht über dem Kopf und scheiterte. Die Kontrahentinnen in der Klasse waren zu diesem Zeitpunkt schon fertig mit dem Reißen. Also mussten im zweiten Versuch die 81 kg gültig gestaltet werden, um sich schon Edelmetall zu sichern. Dies gelang dann auch mit viel Kampf und damit war die Goldmedaille Julia nicht mehr zu nehmen. Dennoch steigerte Julia noch einmal auf 83 kg um sich auch ein kleines Polster für das anschließende Stoßen zu schaffen. Die 83 kg konnte Julia dann gültig zur Hochstrecke reißen und sich über den ersten Platz in dieser Teildisziplin freuen. Etwas entspannter ging Julia nun in das Stoßen. Erneut bestens eingestellt vom Bundestrainer der Frauen, Thomas Faselt, war die Anfangslast von 101 kg kein Problem für die Athletin. Mit der Steigerung auf 105 Kilo im zweiten Versuch wurden die Goldmedaillen im Stoßen und Zweikampf komplettiert. Nur noch die Armenierin Elen Grigoryan konnte Julia die Goldmedaille wegschnappen, aber sie scheiterte im letzten Versuch an 106 kg. Somit war nach dem gültigen Versuch an 105 kg der dreifach Triumpf perfekt. Bei den aufgelegten 108 kg im letzten Versuch fehlte nach einer langen Wettkampfsaison die Kraft, um dieser Last gültig zu gestalten. Nach dem zehnten Platz bei der WM in Antalya und den neuen Deutschen Rekorden in diesem Jahr krönte Julia Rohde mit den drei Goldmedaillen ihr erfolgreiches Wettkampfjahr 2010. „Ich bin überaus glücklich, dass ich dieses Jahr mit einem derartigen Erfolg krönen kann“, gesteht uns die Soldatin der Sportfördergruppe Bruchsal.

Marcel Müller klettert aufs Podest

Für die Deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend am Wochenende in Ladenburg (BWG) qualifizierten sich mit Marcel Müller (1994/-69kg) und Steven Rohde (1994/-62 kg) auch zwei Stemmer des NSAC Görlitz. Für Steven Rohde ging es darum seine guten Trainingsleistungen auch im Wettkampf der Klasse bis 62 kg zu präsentieren. In den Kampf um die Medaillen konnte er nicht eingreifen. Mit der neuen Bestleistung von 64 Kilogramm im dritten Versuch startete Steven sehr gut in die Meisterschaft. Im anschließenden Stoßen war der junge Görlitzer ebenfalls ohne Fehlversuch und steigerte seine Bestmarke auf 81 Kilogramm. Mit 145 Kilogramm im Zweikampf belegte Steven am Ende den sehr guten achten Platz. Der Titel ging mit 207 Kilogramm an den Meißner Nico Fritsch. Eine Gewichtsklasse höher rechnete sich Marcel Müller gute Medaillenchancen aus. Mit Josef Hesse (Meißen) hatte er einen starken Kontrahenten in seiner Klasse. Marcel gestaltete das Reißen ohne Fehler und meisterte 97 Kilogramm. Sein Rückstand auf den führenden Meißner betrug drei Kilogramm, da Josef Hesse 100 Kilogramm riss. Im Stoßen zeigte Josef Hessen dann seine ganze Klasse und stieß 120 Kilogramm in die Höhe. Da konnte Marcel nicht ganz mithalten und erkämpfte sich nach gemeisterten 110 Kilogramm die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften.

KG Görlitz/Zittau kann beim Deutschen Meister nicht punkten

Schon die Vorzeichen zum zweiten Kampftag der 1. Gewichtheber-Bundesliga waren für die Kampfgemeinschaft Zittau/Görlitz alles andere als rosig. Julia Rohde als eine der Leistungsträgerinnen hatte sich bereits frühzeitig für die Begegnung abgemeldet, da sie momentan auch beruflichen Pflichten nachgehen muss. Mit Mathias Baier meldete sich zwei Tage vor dem Wettkampf auch die zweite große Stütze der Mannschaft mit einer noch nicht gänzlich auskurierten Muskelverletzung ab. Holger Worm, der der Mannschaft beim ersten Heimkampf als Ersatzmann zur Verfügung stand, weilte zu diesem Zeitpunkt bereits bei einem internationalen Vergleichskampf in London. So war schon mit der Anreise klar, dass der Kampf gegen den amtierenden Deutschen Meister kaum zu gewinnen sein kann, dabei ist auch dieses Team, wie das Endergebnis später zeigen sollten, für eine Kampfgemeinschaft in Bestbesetzung ein schlagbarer Gegner. Um nicht nur mit einer 4-köpfigen Rumpfmannschaft anzureisen, tauschten Mannschaftstrainer Jörg Scholze und Heber Mathias Baier, der sein Team zumindest mit seiner Anwesenheit unterstützen wollte, spontan die Rollen. Jörg stellte sich als 5. Heber auf und Mathias betreute die Athleten vor und während des Wettkampfs. Sandra Martin, die sich auf die deutschen Meisterschaften in Ihrer Heimatstadt Chemnitz vorbereitet und für die KG startet, erwischte dabei nicht ihren besten Tag. Mit hohen Ansprüchen an sich selbst begann sie den Wettkampf, konnte aber leider sowohl im Reisen (51kg) als auch im Stoßen (70kg) nur jeweils einen gültigen Versuch in die Wertung bringen. Jörg Scholze, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht im regelmäßigen Training steht und auch deshalb gern die Position des Mannschaftstrainers für diese Saison übernommen hat, zeigte sich selbst überrascht von der Leistung die er trotzdem abrufen konnte. Als er den Wettkampf für sich beendete, standen für ihn nach moderaten Anfangsversuchen 6 gültige Hebungen und 105kg im Reißen und 120kg im Stoßen zu Buche. Und nach persönlichem Empfinden war damit auch noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, er aber mit dem Erreichten sehr zufrieden. Christoph Pichler, jüngstes Mannschaftsmitglied, zeigte erneut eine Steigerung seiner persönlichen Bestwerte. Gerade weil er ohne Druck hinsichtlich des Mannschaftsergebnisses heben konnte, schien er etwas entspannter an die Hantel zu gehen und verschob mit 95kg im Reißen und 118kg im Stoßen seine persönlichen Leistungsgrenzen weiter nach oben. Dass des einen Freud nah beim Leid des Anderen liegt, zeigte sich bei Philipp Buschek‘s Auftritt im Reißen. Obwohl er mit 110kg ein Anfangsgewicht wählte, welches er bisher mit einer gewissen Regelmäßigkeit in Wettkämpfen bewältige, scheiterte an diesem Abend drei Mal daran und „platzte“ damit das erste Mal in seiner Karriere. Sein Versuch sich im Stoßen etwas zu rehabilitieren scheiterte denkbar knapp bei 140kg, die er noch auf die Schultern umgruppieren, aber leider nicht mehr damit aufstehen konnte. Da frühzeitig absehbar war, dass ein Sieg nicht erkämpft werden konnte, wurde auch Punktegarant Mariusz Rytkowski geschont, um das Verletzungsrisiko und damit weitere Punktverluste für die nächsten Wettkämpfe zu vermeiden. Für seine Verhältnisse „lockere“ drei Zentner im Reißen und 173kg im Stoßen bedeuteten 150 Punkte für die Mannschaft. Am Ende des Abends musste sich die KG Görlitz Zittau dem Chemnitzer AC deutlich mit 703.6:455,5 Punkten geschlagen geben. Nun heißt es bereits in Richtung 18.12. zu blicken und zu planen, um mit genesenen Sportlern endlich den ersten Saison-Sieg einzufahren. Um das Ziel eines guten Platzes in der 1.Bundesliga Süd und damit einen sicheren Startplatz in der neu gestalteten Bundesligastruktur für das Jahr 2011/2012 nicht zu gefährden, muss dann der Gegner Meißen geschlagen werden. Ergebnisse: Name (KG) Reißen/Stoßen/Zweikampf/Punkte Sandra Martin (48,3) 51/70/121/90,0 Christoph Pichler (60,7) 95/118/213/109,0 Philipp Buschek (81,7) -/132/-/50,3 Jörg Scholze (84,8) 105/120/225/55,4 Marusz Rytkowski (86,1) 150/173/323/150,8

Richard Schubert erkämpft die Silbermedaille

In Pfungstadt (Hessen) fanden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften der C-Jugend im Gewichtheben statt. Über 120 Teilnehmer kämpften in elf Gewichtsgruppen um die begehrten Meistertitel. Neben dem Reißen und Stoßen mussten die 13- und 14-jährigen Nachwuchsheber ihr Talent auch im athletischen Dreikampf unter Beweis stellen. Im Jahrgang 1997 ging für den NSAC Görlitz e.V. Richard Schubert an den Start. Richard absolvierte zunächst fehlerfrei das Reißen und Stoßen mit persönlichen Bestleistungen von 62 Kilogramm und 73 Kilogramm. In Anschluss konnte er noch im athletischen Dreikampf einige Plätze gut machen und landete am Ende des fast zwölfstündigen Wettkampftages auf dem silbernen Rang. Über diese Leistung freute sich nicht nur Richard, auch sein Trainer Torsten Weisbach war sichtlich überrascht von dieser Glanzleistung.

Trotz Niederlage erkämpft sich die Kampfgemeinschaft einen Punkt

KG Görlitz-Zittau 668,0 (1) TB 03 Roding 703,6 (2) Nach sieben Jahren erlebten die über 200 Zuschauer in der vollbesetzten Flora wieder Gewichtheben in der 1. Bundesliga. Ohne Mathias Baier konnte die Kampfgemeinschaft im Reißen noch knapp gewinnen am Ende setzten sich aber die Gäste aus Roding durch. Der Start in das Abenteuer erste Liga begann für die Gastgeber recht verheißungsvoll. Ständig wechselte im Reißen die Führung und nach der ersten Gruppe lag mit nur 0,8 Punkten die Kampfgemeinschaft vorn. Zu verdanken in erster Linie natürlich durch den starken Auftritt von Julia Rohde, die allein im Reißen mit 82 Kilogramm 63,5 Punkte erzielte. In der zweiten Gruppe zeigte zunächst Philipp Buschek Nerven und brachte die Anfangslast von 110 Kilogramm erst im zweiten Anlauf zur Hochstrecke. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die Gäste aus Roding die Führung im Reißen. Als dann Philipp auch noch an 117 Kilogramm scheiterte, schien der Sieg im Reißen zu wackeln. Die Bayern konnte aber daraus kein Kapital schlagen und scheiterten ebenso zweimal an ihren dritten Versuchen. Somit hatte es Mariusz Rytkowski in der Hand mit 150 Kilogramm den ersten Punkt zu erzielen. Totale Stille in der Halle und Mariusz zog die drei Zentner in einem Zug über den Kopf. Mit dieser Leistung siegte die Kampfgemeinschaft im Reißen denkbar knapp mit 262,5 zu 261,3 Punkten. Nach einer kurzen Pause schlug nun die Stunde für die bayrischen Gäste. Trotz guter Stoßleistungen von Sandra Martin, Julia Rohde und Holger Worm übernahmen die Rodinger die Führung und bauten diese auf bis zu 15 Punkte nach der ersten Gruppe aus. Jetzt war allen in der Halle klar, der verletzungsbedingte Ausfall von Mathias Baier war im Stoßen nicht zu kompensieren. Punkt für Punkt eilten die Rodinger davon und sicherten sich den Sieg im Stoßen und in der Endabrechnung. Da waren die sehr guten 182 Kilogramm von Mariusz Rytkowski im Stoßen nur noch etwas für die Statistik. Am Ende bauten die Rodinger ihre Führung ständig weiter aus und siegten mit 703,6 zu 668,0 Punkten. Trotz der Niederlage war Trainer Scholze mit seinem Team zufrieden und lobte anschließend den großen Kampfgeist der Truppe. Die ständigen Führungswechsel gerade im Reißen boten viel Spannung und Dramatik, so dass die zahlreichen Zuschauer, unter ihnen Oberbürgermeister Herr Paulick, voll auf ihre Kosten kamen. Am 6. November geht es dann weiter, aber gegen den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister wird es in Chemnitz sehr schwer werden weitere Punkte einzufahren. (hen) Ergebnisse: Sandra Martin (48,8) 53 kg/70 kg/92,0 Pkt. Julia Rohde (54,0) 82 kg/105 kg/150,0 Pkt. Christoph Pichler (59,7) 89 kg/115 kg/104,0 Pkt. Philipp Buschek (80,5) 110 kg/135 kg/84,0 Pkt. Holger Worm (80,5) 110 kg/130 kg/79,0 Pkt. Mariusz Rytkowski (86,5) 150 kg/182 kg/159,0 Pkt. Tabelle: 1. SGF Eibau 3:0 2. TB 03 Roding 2:1 3. Chemnitzer AC 0:0 4. KG Görlitz-Zittau 1:2 5. AC Meißen 0:3 Ergebnis aus Eibau: SGF Eibau gegen AC Meißen 620,0:494,0 (3:0)

Geschwisterpaar Weisbach erkämpft sich zwei Goldmedaillen

Bei den diesjährigen Sachsenmeisterschaften der E- bis C-Jugend im Gewichtheben in Rodewisch kletterte der NSAC-Nachwuchs wieder ganz nach oben auf das Podest und erkämpfte sich zwei Goldmedaillen und eine Silberne. Als jüngste Görlitzer Teilnehmerin (E-Jugend, 2000) konnte Maria-Luise Weisbach ihre Trainingsleistungen eindrucksvoll auf der Wettkampfbühne unter Beweis stellen. Mit 25 Kilogramm im Reißen und guten 5,00 Technikpunkten erkämpfte sie sich schon einen kleinen Vorsprung nach dem Gewichtheben. In der Athletik konnte Maria-Luise ihre führende Position verteidigen und freute sich am Ende riesig über die Goldmedaille. Von ihrer Schwester motiviert glänzte in Rodewisch auch Anna-Maria Weisbach (D-Jugend, 1999). Nach einem komfortablen Vorsprung mit 40 Punkten nach dem Reißen musste Anna-Maria nun in der Athletik ihre Gegnerinnen in Schach halten. Die Eibauerin Jessica Köhler bekannt durch ihre sehr guten athletischen Leistungen kam Punkt für Punkt an die Görlitzerin heran. Am Ende reichte es aber doch noch für Anna-Maria und mit einem knappen Vorsprung war die Goldmedaille Lohn für diesen tollen Wettkampf. Das ewige Duell des Görlitzer Richard Schubert (C-Jugend, 1997) gegen den Chemnitzer Marcus Sadey war erneut durch viel Spannung geprägt. Trotz technischer Höchstwerte (8,76 Punkte) und drei neuen Bestleistungen im Gewichtheben reichte es nicht ganz am Ende für den NSAC-Stemmer. Der Chemnitzer setzte sich knapp durch und Richard Schubert wurde mit der Silbermedaille geehrt. Als vierte Sportler im Team kämpfte Benno-Hagen Grothe (D-Jugend, 1998) bravourös und kam mit zwei neuen Bestwerten auf dem sechsten Platz ein.